Männerinitiatiative Südtirol
Franz Gasser
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familie

Das ist unsere Seite zum MITSchreiben. Bitte schick uns eure Geschichten auf This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. (nicht länger als 1 A4-Seite). Wir erlauben uns, eure Geschichten nach redaktionellen Bedürfnissen zu überarbeiten und veröffentlichen sie bei ausdrücklicher Angabe auch in anonymisierter Form. Hier einige der bereits eingegangenen Texte:


Wer...?

 

Wer hört mich schon wenn ich still über meine Einsamkeit klage
Wer sieht es schon wenn ich Tränen in meinen Augen habe
Wer hört mich wenn meine Brust vor Schmerz zerspringt
Wer sieht es wenn meine Seele mit dieser Ungerechtigkeit ringt?

 

Ist da jemand der mich versteht?
Ist da jemand der auch im größten Schmerze zu mir steht?
Ist da jemand der mir zuhören kann
Ist da jemand der mich tröstet.."auch mich als Mann?"

 

C.K.

 


 

Dokumentarfilm Väter von Lars Gehrmann - hier die bewegende Einladung von unserem MITglied Hubert Rosati zur Premiere dieses Films, bei dem er selbst als Protagonist mitwirkte. Der Film schildert u.a. sein Schicksal, dass seine Exfrau mit seinen drei kleinen Kindern ohne sein Einverständbnis nach Rom zog.


 

Jahreszeiten

Wie wirds wohl sein, wenn sogar der größte Schmerz, der letzte Kummer,
die nächtelangen Gedanken für immer verschwunden sind?

Wie wird es sich anfühlen, wenn der Gedanke an die vergangene Zeit nicht mehr weh tut ??...

Wie werde ich mich fühlen, wenn ich unbeschwert und sogar dankbar zurückdenken kann ??...

Wie wird dies wohl sein ??...

Loslassen ...? ...

Hmmmm....  dann wird's endlich wieder Frühling sein
und ich werd den Duft der Blumen, die Stille des Waldes,
die Wärme der Sonne auf meiner Haut wieder geniessen können.

Ein letzte winzigkleine Träne wird nochmals meine Augen benetzten
und im Lächeln meines Mundes für immer verschwinden.

s.l.  Februar 2009


 

Ist es wirklich Regen?

 

Ist es wirklich Regen?

Regentropfen berühren mein Gesicht,
doch diesmal öffne ich meinen
Regenschirm einfach nicht.

 Ich weiß, ohne seinen Schutz  werde ich nass,
... doch warum tu ich das?


Warmer Sommerregen auf meinem  Gesicht,
dieses  wunderschöne Gefühl vergess
ich nicht.

Warme Tropfen auf meiner Haut,..ich hatte  dem Glück einfach so vertraut.

Dieser Regen hat mich mal tief verletzt,… doch nun, ... ich lebe im Hier und Jetzt.

Ein Tropfen klopft ganz sanft an mein Gesicht,
…diesmal öffne ich den
Regenschirm einfach nicht.

Und je mehr Tropfen mich  berühren,
merke ich, wie schön es ist,
sie wieder
zu spüren.

Es ist ein Aufatmen... !
Mir wird  warm  ums Herz,
... vergessen ist mein
früherer Schmerz.

C. im Januar 2009

 


 

Anonym (Dezember 2008)

Ich bin ein 41-jähriger Mann und lebe seit ein paar Jahren von meiner Exfrau getrennt. Sie hat sich damals entschieden ihren weiteren Lebensweg mit einem anderen Mann zu gehen und deshalb ist sie dann auch aus unserem gemeinsam erbauten Haus mit unseren 2 gemeinsamen Kindern ausgezogen. Für mich brach eine Welt zusammen. Ich stand hier mit den Schulden vom Haus und musste dann natürlich auch Unterhalt für meine Kinder bezahlen, was mir nicht immer leicht fiel. Jedoch habe ich immer den Unterhalt an meine Ex-Frau überwiesen. Leider mussten wir das Haus verkaufen, denn wie bitte soll es möglich sein, monatlich Unterhalt für die 2 Kinder zu zahlen und dann noch ein Haus abzuzahlen?
Ich stand auf der Straße und wusste nicht mehr weiter. Meine Mutter kam mir zur Hilfe und ich konnte wieder bei ihr einziehen. Die Schulden vom erbauten Haus mussten abgezahlt werden, ich musste Unterhalt für die Kinder zahlen und natürlich musste ich auch meiner Mutter ein klein wenig Geld monatlich abgeben. Zur damaligen Zeit blieben mir im Monat 250 Euro die ich zum Leben hatte und natürlich kam ich mit diesen 250 Euro nie im Leben aus. Was wäre wohl mit mir passiert, wenn ich nicht hätte bei meiner Mutter wieder einziehen können? Wo bitte findet man heutzutage eine Mietwohnung um 250 Euro (mehr hatte ich ja nicht)? Und hätte ich eine solche gefunden, womit hätte ich mir sollen Lebensmittel kaufen?  Ich wusste nicht mehr ein und aus, mein Kontostand ging immer weiter runter. Meine Kollegen konnten den Zustand meines Lebens nicht mehr mit ansehen und organisierten mir einen Anwalt, um mich zu informieren, ob dies gerechtfertigt sei, dass ich so viel Unterhalt zahlen muss (obwohl dies der Mindestunterhalt ist), wobei meine Exfrau von mir gegangen ist, sie erhält Erziehungsbeitrag, den Landesbeitrag, Mietbeitrag, kann alle medizinischen Rechnungen, bei denen ich natürlich zudem die Hälfte zahlen muss, bei der Steuererklärung abgeben und vieles, vieles mehr…und ich erhalte gar nix. Jetzt habe ich mich für die Scheidung entschieden.
Als ich vor ca. eineinhalb Jahren bei meinem Anwalt war und ihm meine Geschichte erzählte, bekam ich die Antwort: "Ihnen bleibt wirklich nicht viel zum Leben, aber merken Sie sich eines, die Kinder haben Vorrang, egal wie viel Geld Ihnen monatlich bleibt."
Wäre es nicht angebrachter ein klein bisschen weniger Unterhalt zu fordern, dann könnte ich meinen Kinder, wenn sie die Zeit mit mir verbringen, auch etwas mehr bieten und ihnen vielleicht auch manchmal ein klein wenig Taschengeld geben!?
Im vergangenen Monat hat mir meine Ex-Frau Kassenbelege von schulischen Spesen gegeben und jeden Cent zurückgefordert, insgesamt 250 Euro. Unterhalt und 250 Euro Schulspesen. Ja, mir blieb wieder nix zum Leben. Okay, dachte ich mir, nächstes Monat wird wohl hoffentlich nichts zusätzlich zum Unterhalb zu bezahlen sein und ich bezahlte die 250 Euro. Aber ich hab mich glatt getäuscht. Letzte  Woche habe ich wieder eine SMS von meiner Ex-Frau bekommen: die Brille der Tochter sei kaputt (für diese habe ich vor 2 Jahren die Hälfte bezahlt, 250 Euro), jetzt kommt also wieder so eine Rechnung auf mich zu. Wie soll dies alles weitergehen? Tatsache ist, dass ich nicht ewig in meiner kleinen, billigen Kellerwohnung bleiben kann, was dann?? Werde ich auf der Straße landen?
Ist es ein Wunder, dass es immer weniger Leute wagen zu heiraten, Kinder zu zeugen und ein Heim zu bauen? Eigentlich ist es kein Wunder, dass immer mehr Frauen ihre Männer betrügen oder sich gleich scheiden lassen wollen. Es sind immer die Männer diejenigen, die draufzahlen, ganz egal ob sie an einer Trennung Schuld sind oder nicht.




 

Hoffnung
Ich sehe den Schmerz in deinen Augen
Sehe das Sehnen in deinem Gesicht
Würde so gern in liebende Augen schauen
Doch scheint dies verborgen hinter einer dicken Panzerschicht.
Wie kann ich dir die Hoffnung auf eine 2. Liebe geben?
Kannst du mir glauben, dass auch dir wieder die Hoffnung lacht?
Ja; auch ich weiß ;wie es ist, so einsam zu leben
Doch bist nur du es, welcher die Türe aufmacht.
Es erfordert viel Mut von dir, durch dieses Tor  zu gehen,
durch Trauer und Ängste ....jedesmal ein kleines Stück
Doch nur  so  ist es möglich ,irgendwann  auch zu mir zu stehen;
zu mir,zu dir  und zu einem neuen Glück!
  
S.L.  September 2008

 


 

Kindergetümmel

Wehmütig schaukeln über mich Äste im Wind
Kein Boden mehr gibt mir jetzt Halt
Warum sitze ich hier allein ohne Kind
Aus mir schauert es kalt

Was habe ich als Mann nur verbrochen
War doch immer für euch da
Nur weil ich zu wenig gesprochen
Steh euch doch immer noch nah

All die Momente die wir zusammen geteilt
In all diesen traumhaften Jahren
Unser Bett mit einem andren entweiht
Und hältst mich noch für den Narren

Ich sehe keine Sonne, keinen Baum oder Meer
Fühl nur noch unendliche Leere
Genau jetzt fehlt mein Kind mir so sehr
Als wenn ich tot für euch wäre

Tränen tauschen hastig den Platz mit dem Zorn
Die Schuld lässt mir auch keine Ruhe
Tief und fest da sitzt dieser Dorn
Mein Verdienst für all meine Mühe

Mein Haus und der Stolz alles ist hin
Was werden die Leute bloß sagen
Womöglich was für ein Verlierer ich bin
Mir steigt die Wut an den Kragen

Sie will nur noch Geld und dass ich verschwinde
Mach Platz, räum all meine Sachen
Denkt nur an sich und nicht an das Kinde
Was zum Teufel soll ich jetzt machen

Nun sitze ich wieder hier, blicke starr in den Himmel
Musste genau mir das passieren
Hinter den Bäumen höre ich Kindergetümmel
Werd ich sie wohl auch noch verlieren

Bald schlägt es die Sieben, freue mich schon drauf
Kleines Stimmchen am Ende des Kabels
Die Kinder nein die gebe ich nicht auf
Als hingen sie an meinem Nabel

Ich lass endlich los von ihr, lang nicht gepennt
Allmählich spüren Füße wieder Festes
Von dem was war habe ich unendlich viel gelernt
Den Männern wünsche ich das Beste

T.M. 12.03.2008


Dieses Gedicht hat einer unserer Männer geschrieben, nachdem er wegen Gewaltätigkeiten gegen seine damalige Ehefrau zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt wurde. Da der Rechtsweg noch nicht abgeschlossen ist, einstweilen nichts weiter zu einem Fall, zu dem es viel zu sagen gäbe.

Am Wegesrand 

Es sitzt ein Mann am Straßenrand.
Müde von steinigen Wegen
Gefaltet in seinem Gesicht -
Wut und Leid
Und die beißenden Fragen
Nach dem Wie und dem Weshalb.

Wunden schmerzen.
Er schaut zurück
Mit Bitternis.
Ein Blick nach vorne
Gelingt ihm nicht.

Da fühlt er sich umgeben
Von guten, treuen, edlen Menschen
Mit ihnen will er weitergehen.
Gelassen, ohne Hast
Schritt für Schritt
Den weitren Weg erleben.

Februar 2008

 


 

Anja (37)

MIT ist zwar eine Männerinitiative, doch von Anfang an trugen auch Frauen die Anliegen der MIT-Männer mit. Nachfolgend ein „Erlebnisbericht“ von Anja, 37, (vollständiger Name ist dem MIT-Vorstand bekannt), die seit einigen Jahren mit einem Trennungsmann glücklich liiert ist.

„Was unseren Männern hierzulande wiederfährt, stinkt dermaßen zum Himmel, dass mir dazu sämtliche Worte fehlen. Ich kann diese ganze „Frauen-Emanzipations-Geschichten“ mittlerweile nicht mehr hören. Wie weit muss es noch gehen, damit manche Frauen endlich zur Vernunft kommen. Es gibt solche und solche Trennungsgeschichten - gar keine Frage - aber größtenteils immer die Frau als ‚Opfer‘ darzustellen, scheint auch langsam lächerlich zu sein. Diesen ganzen Schmerz, der diesen Männern zugefügt wird, erlebe ich hautnah mit, da ich jetzt fast 3 Jahre mit einem herzensguten Mann liiert bin, für den Familie ALLES bedeutet und der leider trotzdem einen solch‘ grausamen Trennungskampf durchzustehen hat. Der niemals seine Familie verlassen würde, doch dem keine andere Wahl blieb, um als gesunder Mensch sein Leben weiterzuleben. Es fehlen mir immer wieder die Worte, wenn ich die Beschuldigungen und Forderungen seiner Ex-Frau mitbekomme. Jahrelangen Demütigungen, Beleidigungen, physischem Druck und aggressiven Ausbrüchen war er in dieser Ehe ausgesetzt. Kein Zusammenhalt - nur Forderungen und egoistisches Denken. Hier soll man noch von Familie sprechen? Wenn die Ehe zur Hölle wird? Wenn Kinder als Druckmittel eingesetzt werden, um den eigenen Mann und selbst die Kinder FERTIG zu machen? Vollzeitarbeit ausüben, seinen Hobbys ohne Rücksicht nachgehen und dann keinen Nerv mehr für Kinder und Mann zu haben...

So schaut es nämlich aus! Den Kaffee-Klatsch-Freundinnen mehr Achtung beizumessen als der eigenen Familie. Solche Frauen würden besser Abstand nehmen von Familie, Kinder und Ehe. Wenn ein Vater jahrelang die Mutter ersetzt, weil diese Besseres zu tun hat, und dann bei der Trennung die Kinder trotzdem bei der Mutter zu bleiben haben....

Keiner, der es nicht hautnah miterlebt, kann sich vorstellen, was in diesen Kindern und dem Vater vorgeht. Den Kindern fehlt auf einmal jeglicher Halt - kein Wunder, wenn die Mutter ihnen bereits fremd geworden ist. Doch GELD ist heutzutage wichtiger als die eigenen Kinder. Wie kann ich diesen Mann wohl am meisten Schaden zufügen, wenn er mir schon meinen Stolz als (Ehe)Frau verletzt hat und sich jetzt versucht, ein eigenes Leben aufzubauen? Was wohl in solchen Frauen vorgeht? Sie glauben noch, sie sind im Recht und es steht ihnen zu, dermaßen egoistisch zu handeln. Der ganze Trennungskampf wird unnötig in die Länge gezogen. Das Unterhaltsgeld, das doch eigentlich den Kindern zugute kommen sollte, wird anderweitig ‚von Frau genutzt‘. Zudem werden die Kinder noch vom Vater abgeschottet und Besuchszeiten sind jedes Mal ein erbitterter Kampf. Er hat seine Frau verlassen, aber NIEMALS seine Kinder!!! Reden ist nicht möglich, ohne wieder einem aggressiven Ausbruch vor den Kindern ausgesetzt zu werden. Alles wird zerstört. Man könnte ganze Bücher davon schreiben und doch ändert sich die Situation nicht. Der Kampf um Gerechtigkeit wird zur wahren Hölle, die nie zu enden scheint. Man kann Menschen auch nicht ändern, man muss sie so nehmen wie sie sind, denn andere gibt‘ s wohl nicht. Doch was passiert mit Männern, die in solchen Situationen gar niemanden mehr haben? Geld und Wohlstand zerstören diese Welt, zerstören unsere Familien und unsere Werte und lassen Frauen oft zu wahren Biestern werden.“

Heinrich (39)

Ich bin Vater von zwei Söhnen im Alter von 4 und 7 Jahren, um die ich mich schon seit deren Geburt in gleicher Weise wie meine Frau gekümmert habe.
Auch die Hausarbeit haben wir uns im Großen und Ganzen, in jedem Fall aber einvernehmlich aufgeteilt. Letzten Sommer hat meine ehemalige Frau die Ehetrennung beantragt. Sie hatte damals schon eine Wohnung in der gleichen Gemeinde eingerichtet, hatte zudem schon einen Freund und wollte aus freien Stücken aus meinem Haus ausziehen. Bei der gerichtlichen Trennung beim Landesgericht in Bozen habe ich bekräftigt, dass mir die Kinder sehr wichtig sind, dass ich weiterhin den gleichen Kontakt mit ihnen wie bisher wünsche. Im Übrigen drückte ich auch aus, dass es sicher einen Sinn machen würde, wenn die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung bei mir bleiben könnten. Der Richter winkte gleich genervt ab und meinte, dass die Kinder auf alle Fälle nur der Mutter zugesprochen werden. Die Familiensituation und erst recht meine Situation als Mann und Vater interessierte den Richter in keinster Weise. Schwer zu denken gibt mir der Umstand, wie schnell und leicht man als Mann bei einer Trennung in einen Strafprozess verwickelt wird. Es genügen nur einige Bemerkungen der Frau wegen angeblich tätlicher Übergriffe und man ist unten durch und diskreditiert.
Da hilft es auch wenig, wenn man unschuldig ist und das sogar beweisen kann. Ich wurde sogar bei den ermittlenden Carabinieri vorstellig und wollte eine Aussage zu den gemachten Anschuldigungen machen. Die schickten mich wieder nach Hause mit der Bemerkung: Das was ich zu sagen habe, interessiere niemanden. Und im Übrigen hätten sie nur den Auftrag vom Staatsanwalt, belastendes Material gegen mich zu sammeln. Es hat auch niemanden interessiert, dass die Aussagen meiner Frau im hohen Maße wiedersprüchlich sind. Der Prozess selber wird dann solange hinausgezogen, solange es der Gegenseite nützlich erscheint und der Umstand, dass man „mutmaßlicher Gewalttäter“ genannt werden darf, wird schamlos im laufenden Trennungsverfahren ausgenutzt. Ich habe den Glauben an die Justiz verloren, zumindestens in Trennungsangelegenheiten ist die Justitia nur weiblich. Als wir vor der Jugendrichterin saßen, kam die Rechtsanwältin meiner Frau bei der Tür herein und fing sogleich an, mich mit Bemerkungen
wie: „Sie Gewalttäter“, oder „Ihnen sieht man die Präpotenz schon an der Körperhaltung an“ zu beschimpfen. Sie legte der Richterin ein Schriftstück vor, wonach ich unverzüglich aus unserem Haus entfernt werden soll und dass man mir den Kontakt mit meinen Kindern verbieten solle. Wenn ich die Art meiner Erfahrungen zu meiner Trennung in einem Ausruf ausdrücken müsste, dann könnte ich das nur mit: „Absolut traumatisch“. Ich fühle mich als Vater rechtlos, entrechtet, entwürdigt. Es braucht in Südtirol eine Männerinitiative, die meine und die Geschichten Dutzender Trennungsmänner, die ich jetzt schon persönlich kenne, erzählt, denn morgen schon bist Du der nächste.

Helmuth (42)
Wir waren gerade vom Urlaub zurückgekommen, als mir meine Frau ohne Vorwarnung noch an der Garagentür den Satz zuwarf: „So kann und so wird es nicht weitergehen!“ Was seit diesem Satz alles geschehen ist, würde in ein Buch passen. Mir ist sogar in den Sinn gekommen, ein Kabarett zu schreiben. Da gäbe es natürlich viel zu sagen, wie es zu dieser Garagensituation gekommen ist und ich bin voll geständig: Natürlich habe auch ich meinen großen Anteil daran, dass unsere Ehe, unsere Beziehung immer schwieriger, unsere Liebe immer weniger, unsere Vertrautheit immer brüchiger wurde. Aber ich lasse mich nicht in das typische Eck drücken:
Ja, der hat ja nie den Mund aufgetan. Ja, der war immer etwas komisch. Ja, der hat sich ja nie gekümmert. Recht hat sie, das sie ihn vor die Tür gesetzt hat. Ok, eine Trennung kann sein, tut höllisch weh, bringt dich und dein gesamtes Leben völlig durcheinander, aber wie mit einem Mann und einem Vater in dieser Situation verfahren wird, ist cool. Mir fällt leider kein passenderes Wort ein. Binnen 7 Tagen war ich auf der Straße, war das Türschloss zu meiner Wohnung, die großteils ich finanziert habe, ausgetauscht. Meine Exfrau ließ keinen Zweifel daran: Ich hab zu gehen, hat die Rechtsanwältin gesagt, und ich hab zu zahlen. Und wenn ich nicht freiwillig weiche, dann ist es ein Leichtes, dies über das Gericht zu erwirken und für die Kinder soll ich schon mal 350,00 Euro pro Kopf auf ihr Konto überweisen und 300,00 gleich auch für sie dazu. Das geht sich gerade noch aus für meine 1200,00 Euro Verdienst. Ja die Kinder. Ich hab noch nichts über meine Kinder gesagt. Typisch Mann. Denkt nur an sich, an die Wohnung und ans Geld. Jetzt fallen ihm auch noch die Kinder ein. Soll ich sagen, die Kinder waren und sind mein Ein und Alles. Lange Zeit ist es mir so vorgekommen, als seien sie mir weggestorben worden. Ich darf jetzt – laut Gericht – alle Tage um 19.30 anrufen. Es kommt mir so vor, als riefe ich sie im Himmel an. Ich sage zu Sabine „Hallo Schatzi“ Sie sagt zu mir „Hallo Pappi!“ Ich sage „Was hast Du heute zu Abend gegessen?“ Sie
sagt: „Milchreis“ Ich sah „Wäh!“ Sie sagt: „Pappi, gell Milchreis ist aber gesund, sagt die Oma.“ So reden wir am Handy und ich würde sie gerne wie früher dabei in meinen Händen halten. Wenn ich dann in der Zeitung lese, dass andere Trennungsmänner von Brücken springen oder Amok laufen, dann tröste ich mich: Ich kann wenigsten meine Kinder um 19.30 Uhr im Himmel anrufen. Es soll jetzt niemand denken, dieser arme Opfermann, wie er auf die Tränendrüse drückt. Ich bin bei der Männerinitiative Südtirol dabei, weil ich glaube, dass wir Menschen, auch wenn wir uns trennen, bessere, fairere Lösungen verdienen. Ich will daran glauben.

Paul (52)
Ich habe die Schnauze voll. Seit 7 Jahren kämpfe ich darum, mein Kind zu sehen. Seit 7 Jahren unternehme ich alles dafür, habe bereits 70.000 Euro dafür an Rechtsanwälte verpulvert. Habe Sachen vor Gericht erlebt, dazu fällt mir nur ein: niederträchtig. Ich bin zu Zeitungen gegangen, zu Politiker. Ich habe Leserbriefe geschrieben, bin auf die Barrikaden gegangen. Ich habe mehrere Starfanzeigen bekommen, weil ich mich „unerlaubterweise“ meinem Kind genähert habe. Ich kämpfe schon lange nicht mehr gegen meine Expartnerin. Ich habe diese Geschichte für mich abgeschlossen. Ich hege auch keinen Groll mehr. Mir geht es um mein Kind und um meine Vaterrechte und diese lasse ich mir von niemandem, von keinem Richter nehmen. Jetzt darf ich mein Kind „unter Aufsicht“ mit einer Sozialassistentin sehen. Ich komme mir vor wie ein Schwerverbrecher. Mein Schicksal und das System hat mich zum Querulanten gemacht, macht mich zu einer aufsässigen Person und ich gebe zu, meine Art ist nicht mehr die feinste. Aber dafür habe ich keine Depression, bin ich nicht abgesoffen, bin ich heute nicht unter der Brücke oder schon im Friedhof. Und dort gebe ich erst meine Ruhe, wenn ich meinen Frieden gefunden habe. DAVOR WILL ICH ABER MEIN RECHT. Ich will, dass das ganze männer- und väterverachtende System hier in Südtirol früher oder später aufgedeckt wird. Ich will, dass die Personen, die mir und meinem Kind dieses Leid, diese Trennung, diese Situation angetan haben, ich will, dass sie zur Rechenschaft gezogen werden. Ich wünsche ihnen jene schlaflosen Nächte, die ich in meiner Verzweiflung und Verbitterung durchlebe.

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